Tischtiefe: Platz für Monitor, Tastatur und Papier
Halbmatt · Redaktion · 6. Oktober 2026
Bei Schreibtischen steht meist die Breite im Vordergrund. Ob vor dem Monitor noch Platz für Papier bleibt, entscheidet aber die Tiefe. Gängig sind 60, 70 und 80 Zentimeter. Dieser Beitrag rechnet von der Wand aus nach vorn, mit Maßen, die sich an jedem Tisch nachmessen lassen.
Von der Wand nach vorn gerechnet
Ganz hinten steht der Monitor. Sein Sockel ist bei Geräten mit 24 oder 27 Zoll meist 18 bis 25 Zentimeter tief; die Bildfläche sitzt oft einige Zentimeter vor der hinteren Kante des Sockels. Davor kommt die Tastatur, mit Ziffernblock etwa 44 Zentimeter breit und 13 bis 15 Zentimeter tief. Was davor frei bleibt, dient als Ablage für Papier, Notizbuch oder Notebook.
Mit einem 22 Zentimeter tiefen Sockel bleiben bei 60 Zentimetern Tischtiefe 38 Zentimeter, bei 70 Zentimetern 48 und bei 80 Zentimetern 58. Ein A4-Blatt misst 21 mal 29,7 Zentimeter. Ob es quer oder hochkant vor der Tastatur liegen kann, ist damit genau der Unterschied zwischen einem Tisch mit 60 und einem mit 70 Zentimetern Tiefe.
Für einen neuen Tisch lässt sich die Rechnung umdrehen: Sockeltiefe, Tastatur und die gewünschte Ablage ergeben zusammen die Mindesttiefe, und die nächste übliche Tiefe darüber ist die passende. Für einen 22 Zentimeter tiefen Sockel, eine 14 Zentimeter tiefe Tastatur und ein hochkant liegendes A4-Blatt sind das knapp 66 Zentimeter, also ein Tisch mit 70 Zentimetern Tiefe.
Sockel oder Halterung
Der Sockel ist die einfachste Variante: Er steht frei auf der Platte und lässt sich jederzeit verschieben. Viele Sockel lassen sich um 10 bis 15 Zentimeter in der Höhe verstellen, um etwa 5 Grad nach vorn und 20 Grad nach hinten neigen und zur Seite drehen.
Eine Halterung, die am VESA-Lochbild des Monitors angeschraubt wird, braucht dagegen kaum Tiefe auf der Platte. Sie sitzt mit einer Tischklemme an der hinteren Kante oder wird durch einen Kabeldurchlass verschraubt. So steht die Bildfläche nur wenige Zentimeter vor der hinteren Tischkante, und fast die gesamte Tischtiefe davor bleibt frei. Im Datenblatt der Halterung stehen zwei entscheidende Angaben: das zulässige Gewicht des Monitors und die Plattenstärke, für die die Klemme gebaut ist. An Glasplatten lassen Hersteller Klemmen in der Regel nicht zu; dort bleibt der Sockel die Wahl.
Wie hoch die Bildfläche am Ende steht
Die Höhe ergibt sich aus drei Zahlen: der Tischhöhe, dem Abstand zwischen Platte und unterer Bildkante und der Bildhöhe. Feste Schreibtische messen meist 72 bis 76 Zentimeter. Ein 27-Zoll-Monitor im Format 16:9 hat eine Bildhöhe von rund 33,6 Zentimetern. Liegt seine untere Bildkante 8 Zentimeter über einer 74 Zentimeter hohen Platte, endet das Bild bei rund 116 Zentimetern über dem Boden.
Das Bild eines 24-Zoll-Monitors ist mit rund 29,9 Zentimetern etwa 3,7 Zentimeter niedriger. Wird der Sockel nach oben verstellt, wandert die Oberkante um denselben Betrag mit. Höhenverstellbare Tische lassen sich häufig zwischen etwa 65 und 125 Zentimetern einstellen; ihre jeweilige Höhe tritt dann an die Stelle der 74 Zentimeter.
Kabel unter der Platte
Netzkabel, Bildschirmkabel und Ladekabel brauchen einen Weg nach unten. Ein Kabeldurchlass in der hinteren Ecke hält sie zusammen; eine Kabelwanne unter der Platte nimmt Steckdosenleiste und Netzteile auf. Bei einer Halterung an der Tischkante laufen die Kabel häufig gleich in deren Führung mit.